Katholische Kirche


Erbaut 1957-58 durch den Zürcher Architekten Fritz Metzger (1898-1973), einem der bedeutendsten Kirchenarchitekten des 20. Jahrhunderts in Europa. Grosszügige Anlage mit klaren Formen und imposantem Charakter; bestehend aus Kirche, Vorhalle, freistehendem Turm und Pfarrhaus. Aussen-/Innenrenovation 2007.

 

Das gestreckte Langhaus bildet mit dem Querhaus einen Kreuzgiebel. Das zeltartige, spitz zulaufende Giebeldach ist im Inneren mit edlem Holz ausgekleidet und erscheint durch eine raffinierte Tragkonstruktion und Lichtführung schwebend. Die seitlichen Lichtbänder sind mit einzelnen Farbscheiben bestückt und schichten sich im Kreuzgiebel über dem Chorbereich zu hohen, mehrstufigen Giebelfenstern auf. Horizontale, begleitende Betonbänder führen den Blick durch das gesamte Kirchenschiff auf die Stirnwand zu, welche in ihrer Gesamtheit von einem Mosaik zum Thema der Johannes-Apokalypse eingenommen wird. Die Mosaike im Chor und an den Seitenwänden (Kreuzwegstationen) wie auch die Farbscheiben stammen von Johann Jakob Zemp aus Küsnacht ZH (1909-1996), die Bildhauerarbeiten (Taufstein, Tabernakel) von Kurt Brunner, Luzern. Auf der rückwärtigen Empore Orgel der Firma Späth AG, Rapperswil, mit gelungener Einpassung in die Gesamtform des Kirchenraums (1964). Schmaler, freistehender, fast vollständig geschlossener Glockenturm aus Eisenbeton. Die Turmstubenakustik ist hervorragend und löst bei Glockenfachleuten Annerkennung bis weit über die Landesgrenzen aus. Der Turm ist ein Wahrzeichen von Wängi; eindrücklicher Zusammenklang mit dem Turm der evangelischen Dorfkirche von 1424. Auch die sonst bei Metzger nicht übliche Giebelform scheint eine Reverenz an das dörfliche Ortsbild zu sein. Die gesamte Kirchenanlage besticht durch die architektonische Qualität und das einheitliche Zusammenspiel von Architektur und
Innenausstattung.

 

Quelle:    Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau